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Dienstag, 19. Juli 2016

Diwaja - Objekt meiner Begierde


Nach einer längeren Blogpause ist es nun an der Zeit mich mal wieder zu melden. Mir geht es sehr gut und ich hoffe euch Blogmädels auch!
In den vergangenen Jahren war ich hauptsächlich mit einem langen "Spaten" auf der Suche nach meinen Ahnen. Man muss ja schließlich wissen, woher man kommt.  Dabei war ich mal auf einem großen Irrweg, der nur durch Zufall ans Tageslicht kam. Manchmal kam ich mir vor wie eine Detektivin. 19.170 Personen ausfindig zu machen, das dauert halt mal seine Zeit. Gelegentlich werde ich davon berichten.
Unser Kätzchen Gima gibt es seit fast zwei Jahren auch nicht mehr, nun haben wir ein Paulinchen. Wie es dazu kam .... ein andermal berichte ich.
Zeit für Handarbeiten habe ich immer gefunden. Seit letztem Jahr hat sich diesbezüglich auch einiges getan. Dank einer fleißigen Strickfreundin aus unserem Ort kann ich nun "Raglan von oben, Pullover und Jacken ohne Naht und vor allem - ich kenne jetzt das Wollparadies "Rohrspatz & Wollmeise" Ein ganz wichtiger Treffpunkt für Stricksüchtige. Es strickt sich so schön auf der roten Couch zwischen den vielen farbigen Wollsträngen und dem "bunten" Strickvölkchen. Tipps, Anregungen und Farbberatung gibt es gratis dazu. Für mich jedesmal ein ganz besonders schöner Tag.
Vor ein paar Wochen zeigte mir Waltraud - eine dieser Strickfreundinnen - ein Foto ihres neuen Projektes - des Cardigan Diwaja. Schon lange haben wir gewartet, nun war Diwaja endlich geboren. Das Projekt meiner Begierde!!! Sofort musste natürlich die passende Wolle her ....!



Seht nur, hier kann man noch viele schöne Fotos dieser tollen Jacke ansehen und vor allem, man kann hier die Anleitung kaufen. Die Fotos sind von keinem Profi, sondern von einer Strickerin mit ihrem Handy entstanden. Sie hat ein Händchen für schöne Aufnahmen und den richtigen Blick, die "Models" und Modelle in Szene zu setzen, nicht wahr?

Waltraud, hat eine Anleitung geschrieben, die ist sowas von gut erklärt und ausführlich.Ich behaupte sogar, danach können auch weniger geübte Strickerinnen eine perfekte Jacke stricken. Während des Strickens werde ich an einer "unsichtbaren Hand" Schritt für Schritt durchs "Strickrezept" geführt.

Heiwaja stricke ich aus Rohrspatz und Wollmeise DK in Himbeere, Maus jung und Maus alt. Nadelstärke 3,75 und 3,25 für Blende


Angefangen habe ich mit der Jacke vor 10 Tagen. Und weil ich Heidi bin, heißt meine Jacke Heiwaja. Neugierig? Ihr könnt bei Ravelry meine Fortschritte verfolgen. 


Natürlich habe ich einige Projekte in Arbeit. Eines ist für die Tasche - unterwegs will Frau ja auch stricken, egal ob beim morgendlichen Cafébesuch oder im Wartezimmer beim Arzt. Und da gibt es noch Leute, die sagen: "In der Öffentlichkeit strickt man nicht!"

Nix für unguad!!!

Herrliches Sommerwetter und viele schöne Strickmomente wünscht Euch allen

Heidi

Freitag, 26. Februar 2010

"Resteverwertung" - La vie en rose!

Liebe Leserinnen,

viel Freizeit habe ich ja nicht - wie es so ist im "Urlaub"! Dennoch, ich habe wieder mal ein wenig Garn verarbeitet.
Letzten Sommer hatte ich schon mal ein kleines Gästetuch aus dem lachsfarbenen Baumwollgarn gestrickt. Es ziert nun im "Lusthäuschen" das Lavoir - und sieht sehr hübsch und romantisch aus. Ein zweites Gästetuch und Seifenlappen sollen sich nun dazugesellen.

Das Gästetuch ist mit einem verdrehten Rand an der Unterkante verziert. Gestrickt habe ich im großen Perlmuster. Damit das Handtuch nicht zu langweilig wirkt, bekam es noch eine Stickerei verpasst.

Die Seifenlappen sind gehäkelt. Das Muster ist in meinem Kopf entstanden (mehr zufällig).

Ich könnte diese Lappen auch als Topflappen verwenden.

Damit der gesamte Rest an Garn verarbeitet ist, sind noch einige Häkelrosen entstanden. Man weiss ja nie, zu was man sie gebrauchen kann!
Das nächste Projekt ist schon wieder am Laufen. Wenns was Vernünftiges wird, zeige ich es Euch natürlich auch. Ich gebe die Hoffnung jedenfalls nicht auf.
Dieser Post ist leider nicht ganz perfekt - ich musste unter schlechtesten Voraussetzungen schreiben. Ich habe mich trotzdem sehr bemüht - seht mir das bitte nach!!!


Seid alle lieb gegrüsst

heidi

Dienstag, 2. Februar 2010

Socken - Erinnerung an die Faröer-Inseln

Liebe Bloggerinnen,

ein herzliches Dankeschön an alle Leserinnen für die netten Kommentare. Leider habe ich im Moment nicht so die Möglichkeit zu kommentieren. Bitte seht mir das nach. Ich lese aber immer fleissig und habe große Freude an den schönen Posts. Auch ich war wieder mal ein wenig fleissig. Hätte ich nicht schon eine Socke fertig, ich würde mich bestimmt nicht noch einmal an dieses komplizierte Muster wagen. Das Muster besteht nur aus linken und rechten Maschen, die mal nach links oder rechts verkreuzt sind. Kompliziert bedeuted bei mir, dass ich jede Masche von der Anleitung ablesen muss, weil das Muster einfach nicht in mein Hirn will.


Am einfachsten war noch der Rand zu stricken. Das Strickstück wird nach jeder vierten Masche um die Nadel gedreht.

Und was mich veranlasst hat, ausgerechnet diese Socken von den Faröer-Inseln mit dem komplizierten Muster aus der Verena - In 80 Socken um die Welt - zu stricken, will ich Euch erzählen. Es waren die Erinnerungen an einen wunderschönen Urlaub auf den Faröer-Inseln und ausserdem besitze ich noch einen ähnlichen Rock, d.h. Unterrock, wie das Modell auf dem Bild.
Die Faröer-Inseln haben sich in meinem Herzen richtig festgesetzt. Als wir im Jahre 2000 während der Fährfahrt nach Island aus dem Bauch der Norröna „gespuckt“ wurden, sah das noch ganz anders aus. Es war ein Julitag, morgens um 6 Uhr. Ist man per Fähre von Dänemark nach Island unterwegs, hat man auf den Faröern zweieinhalb Tage Aufenthalt, da das Schiff im norwegische Bergen Passagiere abholt, deren Ziel Island oder auf die Faröer sind. Von den Inseln im Nordatlantik hatte ich zwar schon mal was gehört, hatte mich aber nicht näher damit auseinandergesetzt. Als wir im Hafen von Torshavn, der Hauptstadt der Faröer, ankamen, sahen wir nichts als Nebel. Es schien die Einfahrt zur Hölle zu sein. In unserer Not fuhren wir erst einmal aus der Stadt Richtung Norden. Auf einem Parkplatz hielten wir an, um zu frühstücken. Und was dann kam, ging sehr schnell. Der Nebel lichtete sich, die Nebelschwaden zogen in einer Geschwindigkeit an uns vorbei, wie ich es bisher noch nie wahrgenommen hatte. Die Sonne blinzelte immer mehr durch den dichten Schleier. Und was wir da zu sehen bekamen, ließ uns jubeln. Wir standen hoch über einem kleinen Fjord, das Meer glitzerte in der Sonne und die Berge vor uns leuchteten in einem dermaßen saftigen grün, wie ich es nur aus Norwegen kannte. Schafe weideten seelenruhig an den Hängen und auf der Straße war kein Mensch unterwegs. Zu hören war nur Natur – Schafe die blökten, Vogelgezwitscher und das Gekreische der Möwen. Die Luft roch nach Reinheit und Meer.
Wenn ich so zurückdenke, dann schleichen sich Orte wie Gjógv, Eiði, Tjørnuvik und Kirkjubøur in mein Gedächtnis. Besonders angetan hatten es mir die Papageitaucher, die man ganz nah auf den Felsen um den Naturhafen von Gjógv beobachten konnte. Diese kleinen Clowns der Lüfte hatten Mühe, nach dem „Fischfang“ wieder auf dem Felsen zu landen, wo ihre hungrigen Jungen warteten. Im Hafen war eine Grillteiste beim Fischen zu beobachten. Sie flog förmlich durch das Wasser. Ein Fischerboot kam zurück und musste die steile Küste hochgezogen werden. Das Schauspiel dauerte eine Weile – im Nu war es Zeit, sich einen Platz für die Nacht zu suchen. Wir fuhren wieder zurück in die Hauptstadt, um auf dem dortigen Campingplatz zu übernachten. Schon als wir in die Nähe der Stadt kamen fing es an zu regnen. Über dem Hafen und über der Stadt standen dichte Wolken. So langsam wurde uns Torshavn unheimlich.
Am nächsten Morgen strahlte die Sonne die Inselchen an der Hafeneinfahrt an, das Meer erstrahlte in tiefem Blau. Über dem Hafenbecken thronten viele kleine bunte Holzhäuschen. Blitzsauber war es da. An eine Großstadt, geschweige denn an eine Hauptstadt denkt man nicht, bei diesem Anblick. Wir schlenderten durch die Straßen und Gässchen und staunten ob der modernen Geschäfte mit ihren schönen Auslagen. Damals fielen mir schon die schönen Muster auf Pullovern und Socken auf. Niemals hätte ich zu der Zeit gedacht, dass ich mich an solche Muster wage.
In Tjørnuvik beobachteten wir wie Kinder im kalten Nordmeer badeten. Die Lufttemperatur war vormittags nicht höher als 15 Grad. Die Kinder hatten richtig Spaß daran. Auf den steilen Hängen wurde Gras gemäht. Die Hänge sind dermaßen steil, dass ich befürchtete, jeden Moment könnte der Mann abstürzen. Das Heu wird auch dort oben getrocknet. Am Strand konnten wir winzige Kartoffelbeete ausmachen. Wie beschwerlich ist das Leben auf den Inseln. Die Bewohner wirken aber auf uns „Eindringlinge“ glücklich und zufrieden. Computer, Handy etc. hat fast jede Familie.
In Kirkjubøur gab es die Ruine aus dem Mittelalter zu besichtigen. Schon von weitem fielen uns die trutzigen Mauern des Magnusdoms ins Auge. Seit 700 Jahren trotzen die Mauern unüberdacht seit den Elementen. Ein schlichtes weißes Kirchlein am Bootsanleger und ein schwarzer Holzbau im Blockhausstil auf dicken Grundmauern rahmen die Ruine ein. Im dortigen Café schmeckten die Waffeln besonders gut.
Die Zeit auf den Faröern verging wie im Flug. Im Jahr 2001 hatten wir nochmals das Glück, zu Gast auf den Inseln zu sein. Gleich danach bekamen wir Familienzuwachs – unsere Katze Gima. Leider ist es nicht möglich, mit Haustieren auf die Faröer und nach Island zu reisen.
Vielleicht könnt Ihr lieben Leserinnen verstehen, dass es für mich ein Vergnügen war, beim Stricken der Faröer-Socken den Gedanken nachzuhängen. Ich werde aber nicht zu jedem europäischen Land, das ich schon bereist habe, Socken aus der Verena zu stricken. Ich hätte sonst Socken für mein ganzes restliches Leben.
Ganz liebe Grüße
heidi

Mittwoch, 20. Januar 2010

Musterdecke

Liebe Bloggerinnen und liebe Strickmäuse!

Ich habe fast fertig! Und es hat einen Riesenspass gemacht, eine Decke aus vielen verschiedenen Mustern zu stricken. Mal sind es einfachere Muster, mal kompliziertere. Dank der genauen Beschreibung sind sie mir alle gelungen.
Das "Prachtstück" ist zwar noch nicht ganz fertig, ich möchte es Euch aber schon mal zeigen. Die Musterdecke muss nur noch gespannt und unterfüttert werden.
Drei Monate habe ich an der 1,50 x 2,00 m großen Decke gestrickt. Eigentlich wollte ich immer nur während der Biathlon-Übertragungen stricken. Es war so spannend aus "Omas Strickgeheimnissen" neue Muster zu stricken, als dass ich das Strickzeug so einfach zur Seite legen konnte.
29 ganz verschiedene Muster sind auf der Decke zu finden. Die Decke besteht aus fünf Musterstreifen, wovon der mittlere Streifen etwas breiter ist.
Verbunden habe ich die einzelnen Streifen mit festen Maschen. Eingefasst ist die Decke mit 8 Runden festen Maschen.
Ich verstrickte 1800 g naturfarbene Sportwolle und verwendete eine Rundnadel der Stärke 4. Die Häkeleinfassung habe ich mit einer Häkelnadel der Stärke 2,5 gearbeitet. Die festere Einfassung soll die Decke in Form halten.
Gut verstaut in einer Box wartet die Decke nun auf ihre Fertigstellung - und ich kann mich auf neue Arbeiten konzentrieren. Diesmal soll es eine Häkel- und Stickarbeit sein - was Kleines, mit feinem Garn und dünner Nadel. Und aus welcher Farbe - natürlich naturfarben!
Ganz, ganz liebe Grüße und Adios
heidi

Samstag, 9. Januar 2010

Socken für den Frühling - international

Hallo, all´ Ihr Lieben!

Für all die netten Kommentare zu meinem letzten Post ein dickes Dankeschön. Da ich mich derzeit im Ausland befinde, ist es nicht immer möglich, Eure schönen Posts zu kommentieren. Bin aber immer Gast bei Euch, wenn auch nur zum Lesen. Bitte seht es mir nach, wenn ich mal weniger kommentiere. Ich verspreche auch, mich zu bessern.

Vor dem Jahreswechsel habe ich Socken gestrickt. Die Regia-Wolle liegt schon seit Jahren im Schrank. Damit wollte ich ursprünglich Socken für meinen Mann stricken. Ich finde immer nur rechte Maschen zu stricken langweilig und kaufe deshalb für meinen Mann lieber selbstgestrickte Socken auf dem Weihnachtsmarkt. Im neuen Verena-Sockenheft fand ich nun ein Muster ideal für diese Wolle.

Die Regia habe ich aus Deutschland mitgenommen, ein Muster aus Italien gestrickt (lt. Verena), gestrickt habe ich sie in Frankreich und hier eingestellt in Spanien - Socken International eben.


In der Loggia des zum Campingplatz gehörenden Hotels habe ich "dekoriert" und fotografiert. Ich finde, die Socken sind auch mit der altmodischen Wolle ganz hübsch geworden. Ich liebe Naturfarben. Und ein paar "Lüftungslöcher" haben sie auch - ideal für den Frühling und kühle Sommerabende.
Hier in Spanien scheint zwar die Sonne, aber es ist sehr stürmisch und kalt. Ich schicke Euch allen ein paar Sonnenstrahlen - aber nur, wenn Ihr die Kälte nach Sibieren schickt!!!!
Ganz, ganz liebe Grüße
heidi

Montag, 7. Dezember 2009

"Sportliche Maschen - Musterdecke"

Endlich ist wieder Biathlon-Saison. Diese Sportart ist für mich immer wieder wie ein Krimi - und Krimis machen mich nervös. Mit Stricken sind meine Nerven einigermaßen ruhiggestellt. In jedem Jahr überlege ich, welch ein "Biathlonprojekt" es denn nun in diesem Winter sein soll. Eine "Musterdecke" soll über die Monate entstehen.


Die Idee entstand, als ich mir Omas-Strickgeheimnisse zu Gemüte führte. Je komplizierter ein Muster, um so interessanter finde ich es, es nachzustricken. Früher wurden Musterbänder gestrickt, in so manchem Museum findet man noch wahre Muster-Schätze. Wenn man so bedenkt, was aus rechten und linken Maschen so alles gezaubert werden kann. Durch zusammenstricken der Maschen, durch Umschlage oder durch das Verschränken der Maschen entstehen wahre Meisterwerke. Und so ein Meisterwerk soll nun meine "Biathlondecke" werden.

Aus zusammengesetzten Streifen soll die Decke bestehen. Die Streifen bestehen aus verschiedenen Muster-Quadraten. Die Quadrate habe ich durch Rippenmuster abgegrenzt - das Zusammennähen begeistert mich nämlich nicht gerade. Deshalb habe ich mich für diesen Trick entschlossen.

Fünf Quadrate habe ich nun schon geschafft. Und jedes Muster ist immer wieder eine kleine Herausforderung. Die größere Herausforderung wird jedoch erst noch kommen. Nämlich dann, wenn die Quadrate der einzelnen Musterstreifen die gleiche Höhe haben müssen, wie beim ersten Musterstreifen. Aber bis dahin ist noch ein wenig Zeit.
Die Muster, die ich bisher gestrickt habe, haben so wohlklingende Namen wie Große Silberschlange, Pfauenfeder, Zwetschgenkern, Bäumel und Schleier sowie Tulpen mit verschränkten Maschen.

Ich verstricke eine Sportwolle mit Nadeln Nr. 4,5.
So langsam wird die Weihnachtswerkstatt geschlossen. Das heisst nicht, dass ich mich auf meinen fünf Buchstaben ausruhe. In meinem Hirnkastl schwirren schon wieder Ideen für neue Projekte umher. Ich freue mich schon aufs Umsetzen.
Ich wünsche Euch allen eine schöne zweite Adventwoche!
Ganz liebe Grüsse
heidi

Donnerstag, 12. November 2009

"Stricktunika"

Ihr Lieben,

vom Modell 31 in der Herbstausgabe der Verena war ich sofort begeistert. Da ich ja nicht gerade Größe 36 trage, entschloß ich mich zu einer Tunika mit weniger auftragendem Muster. Auch die Farbe sollte hell sein (dran komme ich einfach nicht vorbei), da ich die Tunika im Winter im warmen Süden tragen will.

Die aufspringenden Falten übernahm ich aus der Verena. Sie waren einfach zu stricken. Da ich Nähte zu schließen hasse, habe ich in Runden gestrickt. Die Falten reichen bei meiner Tunika bis unter die Brust.
Anschließend habe ich im Perlmuster weitergestrickt. Die Ärmel sind kurz. Ich kann dann mit Rollis oder Blusen kombinieren. Wolle direkt auf der Haut ist ja nicht ganz so meine Sache.

Da die Tunika ja sehr schlicht ist, habe ich noch ein aus Baumwolle gehäkeltes Röschen angebracht. Habe mich für naturfarbenes Garn entschieden - muß dann nicht so aufpassen beim Kombinieren mit Hose, Rolli und Bluse. Den Halsausschnitt habe ich im Bündchenmuster eingefaßt.

Die Marlies strickt das Verena-Modell im Originalmuster. Wir haben uns nicht abgesprochen - und waren beide sehr erstaunt, wie ähnlich wir doch in Sachen "Stricken" ticken. Freue mich schon auf das fertige Modell. Lange kann es nicht mehr dauern. Schaut einfach mal bei ihr rein - und vergleicht. Vielleicht habt Ihr ja auch Lust, Pullover oder Tunika zu stricken.
Ganz liebe Grüße
heidi

Montag, 9. November 2009

"Bobbele"

So ganz schnell mal zwischendurch ist ein ganz weicher, anschmiegsamer Schal entstanden. Die "Bobbele"-Wolle ließ sich entgegen meiner Erwartungen ganz gut verstricken.

Bei dieser Wolle werden nur die Stege gestrickt.


Das "Bobbele" ist gepaart mit einer Fransenwolle wie man auf diesem Foto sehen kann.

Dieses Garn wird mit Nadeln Nr. 7 verstrickt. Es gibt viele interessante Farbvarianten. An einem Nachmittag habe ich den Schal gestrickt. Mein Töchterlein hat sich sehr über dieses "Strickwunder" gefreut.

Liebe Grüße

heidi

Freitag, 23. Oktober 2009

Fichu in der Fadenidylle und Fingerhandschuhe

Heute gibt es mal ganz was anderes von mir zu sehen. Ich habe in letzter Zeit viel gestrickt.

In der Fadenidylle haben wir gemeinsam diese schönen Fichus gestrickt. Die Designerin ist Anett. Sie hat ein Händchen für so schöne Muster und sonst noch alles Schöne und lässt uns Mädels mit den weltbesten Anleitungen daran teilhaben. Vielen Dank dafür, liebe Anett. Die Mädels das sind Elvira, Marlies, Ann und Traudi die noch keinen eigenen Blog hat. Danke Mädels, das gemeinsame Stricken hat mir mächtig Spass gemacht! Die Anleitung für so ein schönes Fichu ist bei Hilda eingestellt. Bei Hilda bekommt man auch gleich die passende Wolle dafür.
Und das sind meine Fadenidylle-Fichus! Es sind gleich drei Stück geworden, denn wenn ich einmal in Fahrt bin, gibt es kein Halten mehr.

Fichu Nr. 1 - "Herbstlaub"

Fichu Nr. 2 - "Herbstzauber"


Fichu Nr. 3 - "Romance"

Solche Dinge musste ich immer auf einem nüchternen Kleiderbügel präsentieren. Heute kam mir der Zufall zu Hilfe. Beim Wochenendeinkauf entdeckte ich vor einem "Modeladen" ein Schild mit der Aufschrift: "Schaufensterpuppe, 15 Euro"! Die Dame aus Styropor ist nun meine!

Und heute darf sie gleich mein Romantik-Fichu zeigen.

Damit meine Händchen auch noch geschmückt sind, habe ich es mal mit ganz besonderen "Fingerhandschuhen" versucht. Habe noch nie solche Dinger gestrickt.
Natürlich mußte die Blattranke des Fichus an den Bund und dann noch eine Rose drauf - damit die Dinger auch schön romantisch sind. Die Anleitung hierfür liegt in meiner Schublade.

Viel Spaß beim Nachstricken und eine schöne neue Woche wünscht Euch

heidi

Mittwoch, 30. September 2009

Na, dann "Gute Nacht"!

Hallo, Ihr Lieben

Damit meine kalten Füße mich nicht am Einschlafen hintern, habe aber schon mal für den Winter vorgesorgt. Ich schlafe auch im Winter im kalten Schlafzimmer, wegen der Migräne, und weil es gesund sein soll.
Nun bin ich für den Winter gut gerüstet, wie Ihr seht. Die Büste, die herhalten musste, ist total misslungen. Bis der Ton genug trocken war, verzog es den schweren Kopf leider ein wenig. Die "Missi" (kommt von misslungen) hat nun ein langes Gesicht bekommen. Mein Mann mag "Missi", weil sie nicht so ganz alltäglich ist. Missi bekommt im Winter einen Schal um den Hals und ein Pelzmützchen auf den Kopf und darf vor der Haustür Besucher begrüßen. Heute durfte sie Modell für den ersten Baktus den ich jemals gestrickt habe sein. Ich habe den Baktus mit Mäusezähnchen umstrickt und an beiden Enden einen kleinen Bommel drangehäkelt. Mein Nacken will ja gewärmt sein, während ich im Bett lese oder fernsehe.


Zum Baktus gibt es noch ein paar weiche, warme Bettsocken. Apropos Bettsocken: Wisst Ihr, was ich gerade feststelle? Auch meine Kuschel-Couch-Hausschuhe sind in naturweiss gestrickt. Irgendwie muss ich unbewusst ein Fabel für diese Farbe haben. Schaue ich in meinen Wollvorratsschrank, dann sehe ich viel, viel naturweiße Wolle.

Ich habe zwar einen sehr menschlichen Bettwärmer - trotzdem musste es ein Bezug für so ein Gummiding sein. Ich kann ja schließlich nicht immer meine eisig kalten Füße meinem Liebsten ins Kreuz strecken. Er erschrickt da immer so - obwohl er beteuert, es mache ihm nichts aus, ich solle nur meine kalten Füße bei ihm wärmen!

Verstrickt habe ich Schachenmayr Universa. Gestrickt mit Nadeln Nr. 3,5. Insgesamt benötigte ich 350 Gramm.

Und hier noch ein paar dünnere Socken, natürlich auch in naturweiß. Diesmal habe ich die Regia vierfädig verstrickt.

Die Socken sind im Perlmuster gestrickt. Eine Bordüre mit Hebemaschen ist die einzige "Verzierung".

So, nun muß ich mir überlegen, welches Projekt das nächste sein soll.
Einen ganz schönen Tag wünscht Euch allen
heidi

Donnerstag, 17. September 2009

"Herzzöpferl"

Wenn sich der Spätsommer so langsam verabschiedet und dem Herbst Platz macht, zieht die Natur noch einmal alle Regiester ihrer Verwandlungskunst. Bald zieht es uns hinaus, um beim Wandern das Farbfeuerwerk aus Kupfer, Purpur und Gold noch einmal mit allen unseren Sinnen aufzunehmen. Am Wegesrand liegendes Herbstlaub, Früchte und Beeren aus Gottes herbstlichem Garten werden gesammelt. Mit prächtigen Arrangements wird dann unser Zuhause herbstlich dekoriert.


Hier mein Outfit für die Herbstwanderung. Den Pullover habe ich schon vor Jahren aus Tweedwolle gestrickt. Er ist gemütlich und warm. Gestrickt habe ich ihn seinerzeit auf einer ganz besonderen Reise. Wir fuhren mit dem Wohnmobil nach Island. Die Fährfahrt dauert insgesamt eine Woche. Ich hatte jede Menge Zeit zu stricken. Entstanden ist dieser zeitlose Pullover.

Wie man hier gut erkennen kann, ist der Rollkragen nicht angestrickt. Er wird nur bei Bedarf um den Hals gelegt. Ebenso kann man ihn als Stirnband benutzen. Äußerst praktisch!

Und in diesem Jahr kamen diese Socken dazu. Verstrickt habe ich die 4-fädigen Regia Tweed .

Bei Zöpfchenmuster nehme ich immer Nadeln Nr. 3. Auch die Bumerangferse ist mir gut gelungen. Wenn Löcher entstehen, dann liegt es meistens nur daran, dass die doppelten Maschen nicht fest genug angezogen werden. Den oberen Rand ziert eine dunkelbraune Einfassung. Ein herziges Knöpfchen an der Außenseite geben meinen "Herzzöpferln" noch den gewissen Pfiff.


Diese wunderschöne Holzdose, passend zum Herbst, kommt aus Lappland. Sie ist aus Birkenholz in Handarbeit gefertigt.
Noch sind die Blätter der Eiche grün - nicht mehr lange. Ich stehe schon in den Startlöchern, um den malerischen Herbst einzufangen!

A scheane Herbstzeit wünscht Eich


heidi