Sonntag, 27. September 2009

Bäuerliches Handarbeiten



Letzte Woche stattete ich wieder mal dem Rieser Bauernmuseum einen Besuch ab. Ach, war das ein schöner Tag. Maihingen ist ein typisches Bauerndorf im Ries. Da kräht noch der Hahn auf dem Mist, es gibt einen Anger auf dem Streuobstbäume wachsen, zwei Gasthöfe, eine Kirche und ein Kloster. In ehemaligen Klostergebäuden ist das Museum untergebracht. Alles ist klein und übersichtlich. Das soll auch heißen, dass es von liebevoller Hand gestaltet ist. So gibt es viele kleine Ecken mit den verschiedensten Themen, wie z. B. Handarbeiten, eine Schneiderstube, eine Ecke mit verschiedenen Spinnrädern und Wollwicklern, eine Schulstube, eine Arztpraxis und eine Zahnarztpraxis aus den 50er und 60er Jahren, einen Milchladen, einen Kramerladen und, und, und. Ich habe so viele Fotos gemacht, die man auf einmal gar nicht zeigen kann. Ich habe mir Gedanken gemacht und bin zum Schluß gekommen, dass ich hin und wieder einen Bericht über ein anderes Thema hier einstelle. Fangen wir heute mal mit der Abteilung "Bäuerliche Handarbeiten" an.
In einer Vitrine ist eine "Strumpfparade" zu sehen. Die verschiedensten Muster werden gezeigt. So manche sind heute noch oder wieder aktuell. Früher hat man die Strümpfe ja getragen, bis sie nicht mehr in die Schuhe passten, weil so viele gestopfte Löcher sie so voluminös machten. Heute stopft man keine Strümpfe oder Socken mehr. Ich habe es noch in der Schule im Fach Handarbeiten gelernt und habe auch früher die Löcher in den Kinderstrumfhosen noch gestopft.
Ich habe erst zu Hause gesehen, dass das Blitzlicht mit auf dem Foto ist. Es ist ein wenig störend.
Gute Nacht und Träume süss, das war früher oft auf den Häkeleinsätzen in den "Paradekissen" zu sehen. Ich finde sie niedlich und werde bestimmt mal solche Einsätze häkeln.

Im Schaukasten gab es weitere Häkel- und Strickspitzen zu bewundern. Früher hat man auch oft seine "Musterproben" zu einem Band verarbeitet. Das "Musterbuch" zum in die Hand nehmen - eine schöne Idee. Und schon wieder der Blitz - heidanei!


Auch das "Handwerkszeug" dazu konnte ich genau unter die Lupe nehmen. Es ist nicht viel anders als heute.

Hier was für Näherinnen! Von Biesen, über auf und eingesetzte Flicken, bis zur Monogrammstickerei ist hier alles zu sehen, was man als Näherin so können musste. Auch die Smokstickerei war ein wichtiges Thema. Da erinnere ich mich an eine Strickjacke, die ich mal mit solch einer Stickerei verschönerte. Die Jacke wäre heute sehr aktuell. Die Tunikas sehen heute auch so aus. Meine Strickjacke existiert nicht mehr, ich weiß nur noch, dass ich sie 1979 gefertigt hatte.


In den bäuerlichen Haushalten wurde immer viel gehandarbeitet, vor allem gestrickt und auch gestickt. Man denke nur an die Mustertücher. Heute ist das ein wenig verloren gegangen. Irgendwie kommt alles wieder. Zwar ein wenig anders und moderner - mit anderen Materialien.

So, Ihr Lieben, das wäre mein Vortrag für heute. Man soll ja mit nichts übertreiben.


Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagnachmittag, ob beim Wandern, Entspannen, Handarbeiten oder Männer verwöhnen, was auch immer!

heidi


Kommentare:

  1. Hallo Heidi,
    respekt vor diese Handarbeit. Ich bewundere Mensche, die die geduld und die ruhe für solch schöne Sachen haben. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir
    Liebe Grüße Tanja

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  2. tolle Sammlung ! herzliche Grüße von Kathrin

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  3. Liebe Heidi,
    dankeschön für diesen interessanten Post.
    Sockenstopfen ist wirklich eine Kunst, dicke Socken stopfe ich heute noch.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche.
    Liebe Grüße
    Tina

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  4. Herrliche Sammlung, ich bin froh, dass man sich solche Sachen heute noch anschauen kann.

    Liebe Grüsse Melontha

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  5. Hallo liebe Heidi
    Ohh das sind ja wahre Kunstwerke. Einfach wunderschön. Und wenn man denkt was die damals für strick und häkelnadeln hatten. Die hatten ncoh keine Knit Picks.
    Nur so schwere Metall Nadeln. danke für die Tollen bilder . Und den ebenso schönen Beitrag. Herzlcihst Marlies

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  6. Hallo liebe Heidi, ich stehe auch immer vor solchen Schätzchen und bin sehr beeindruckt. Schöne Bilder!
    Ein Möbius ist ein Strickschlauch, der einmal gedreht ist. Wenn Du Dir das Strickstück genau anschaust, siehst Du links die Drehung. Eine tolle Strickanleitung dazu hab ich bei YouTube gefunden. Einfach unter 'Suchen' Moebius eingeben. Die Cat Bordhi hat den Anschlag total klasse gefilmt. Wünsch Dir was Birgit

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  7. Hallo Heidi, Du hattest mein letztes Post kommentiert. Lieben, lieben Dank dafür :-) Ich hab das ein bisschen umgeschrieben, nicht das Du denkst: Was ist nun kaputt. Freu' mich, wenn Du Deinen Kommentar für das umgeschriebene Post stehen läßt. Lieber Gruß Birgit

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  8. Hallo Heidi! Danke für die Eindrücke...tolle Handarbeit!
    Wünsche Dir eine schöne Herbstwoche...ich hoffe, dass es Dir gut geht?Herzlichst, Lisa Libelle

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  9. schööööön, diese alten spitzen, ich stelle mir immer vor, das der geist der herstellerin noch irgendwie damit vermit verwebt ist und dass sie sich freuen, dass wir ihre werke heute noch bewundern....

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