Endlich ist wieder Biathlon-Saison. Diese Sportart ist für mich immer wieder wie ein Krimi - und Krimis machen mich nervös. Mit Stricken sind meine Nerven einigermaßen ruhiggestellt. In jedem Jahr überlege ich, welch ein "Biathlonprojekt" es denn nun in diesem Winter sein soll. Eine "Musterdecke" soll über die Monate entstehen.
Die Idee entstand, als ich mir Omas-Strickgeheimnisse zu Gemüte führte. Je komplizierter ein Muster, um so interessanter finde ich es, es nachzustricken. Früher wurden Musterbänder gestrickt, in so manchem Museum findet man noch wahre Muster-Schätze. Wenn man so bedenkt, was aus rechten und linken Maschen so alles gezaubert werden kann. Durch zusammenstricken der Maschen, durch Umschlage oder durch das Verschränken der Maschen entstehen wahre Meisterwerke. Und so ein Meisterwerk soll nun meine "Biathlondecke" werden.
Aus zusammengesetzten Streifen soll die Decke bestehen. Die Streifen bestehen aus verschiedenen Muster-Quadraten. Die Quadrate habe ich durch Rippenmuster abgegrenzt - das Zusammennähen begeistert mich nämlich nicht gerade. Deshalb habe ich mich für diesen Trick entschlossen. 
Fünf Quadrate habe ich nun schon geschafft. Und jedes Muster ist immer wieder eine kleine Herausforderung. Die größere Herausforderung wird jedoch erst noch kommen. Nämlich dann, wenn die Quadrate der einzelnen Musterstreifen die gleiche Höhe haben müssen, wie beim ersten Musterstreifen. Aber bis dahin ist noch ein wenig Zeit.
Die Muster, die ich bisher gestrickt habe, haben so wohlklingende Namen wie Große Silberschlange, Pfauenfeder, Zwetschgenkern, Bäumel und Schleier sowie Tulpen mit verschränkten Maschen.Ich verstricke eine Sportwolle mit Nadeln Nr. 4,5.
So langsam wird die Weihnachtswerkstatt geschlossen. Das heisst nicht, dass ich mich auf meinen fünf Buchstaben ausruhe. In meinem Hirnkastl schwirren schon wieder Ideen für neue Projekte umher. Ich freue mich schon aufs Umsetzen.
Ich wünsche Euch allen eine schöne zweite Adventwoche!
Ganz liebe Grüsse
heidi